Die Bindungsanalyse ist eine Form der professionellen, emotionalen Begleitung von Mutter, Kind und werdendem Vater während der Schwangerschaft. Sie wurde in den 1990er Jahren von den beiden ungarischen Psychoanalytikern Dr. György Hidas und Dr. Jenö Raffai entwickelt, die in ihrer Arbeit mit auffälligen Jugendlichen erkannten, wie bedeutsam die Qualität der vorgeburtlichen Beziehung für die weitere Entwicklung des Kindes ist. Aufgrund dieser Einsicht erarbeiteten sie die Bindungsanalyse als eine neue Methode zur Vertiefung der vorgeburtlichen Beziehung zwischen Mutter und Kind, sowie als Prophylaxe gegen spätere Erkrankungen durch gestörte Bindungen.

Sie ist keine Psychotherapie.

Als werdende Mutter – als auch als werdender Vater - können Sie sich in die Bewegungen, Gefühle und Wahrnehmungen des Kindes erspüren. Indem Sie auf diese Empfindungen antworten, kann Ihr Kind ein Gefühl für seine Körpergrenzen und sein Selbst entwickeln. Dies ist insbesondere empfehlenswert bei pathologischen Schwangerschaftsverläufen und auffälligen Familiengeschichten, und ermöglicht es den Eltern, auf intuitive Weise eine Verbindung zum Ungeborenen herzustellen und neue Antworten zu finden.

Die Bindungsanalyse kann zu jeder Zeit der Schwangerschaft beginnen, idealerweise zwischen der 20. und 25. Schwangerschaftswoche, geht über 15 bis 25 Sitzungen, bis hin zur vorletzten Schwangerschaftswoche, wenn das Kind in der sogenannten Abschlussphase auf die Geburt, den Übergang in die äußere Welt, vorbereitet wird.

Für vertiefende Informationen empfehle ich die Seite von bindungsanalyse.de.

B I N D U N G S A N A L Y S E

Förderung der vorgeburtlichen Mutter-Kind-Bindung

© 2018 Insa Schipper

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