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BINDUNGSANALYSE – Vorgeburtlicher Mutter-Kind-Dialog

 

Was wir in der ersten 9 Monaten unserer Existenz im Mutterraum erleben, prägt unser ganzes Leben und formt sich hinein in die Grundfragen unserer Existenz.

 

Aus den Forschungsergebnissen der Neurobiologie wissen wir heute, dass unsere Beziehungserfahrungen nicht erst nach der Geburt in der so wichtigen Bindungszeit beginnen, sondern dass unser Werden von Anfang an, von der Zeugung an, ja sogar schon vorher, in Beziehung geschieht, in der empfindenden Beziehung zu uns selbst ebenso wie in Beziehung zum mütterlichen und väterlichen Organismus und dem familiären System.

In diesem Feld arbeitet die Bindungsanalyse. Sie ist eine Form der professionellen, emotionalen Begleitung von Mutter, Kind und werdendem Vater während der Schwangerschaft, eine Möglichkeit für die Mutter, in den Dialog mit dem Ungeborenen zu kommen.

Als werdende Mutter – als auch als werdender Vater - können Sie sich in die Bewegungen, Gefühle und Wahrnehmungen des Kindes erspüren. Indem Sie auf diese Empfindungen antworten, kann Ihr Kind ein Gefühl für seine Körpergrenzen und sein Selbst entwickeln. Dies ist insbesondere empfehlenswert bei auffälligen Familiengeschichten, eigenen Muster und Erfahrungen, die die Schwangere nicht an ihr Kind weitergeben möchte, als auch bei pathologischen Schwangerschaftsverläufen. Und insbesondere zu empfehlen bei Kindern, die mit Unterstützung der Reproduktionsmedizin gezeugt wurden. Dieser vorgeburtliche Dialog ermöglicht den Eltern, auf intuitive Weise eine Verbindung zum Ungeborenen herzustellen und neue Antworten zu finden.

Ein ungeborenes Kind nimmt mit seinen Sinnen auf und speichert alles ab. Es spürt, wenn die Eltern in Verbindung mit ihm stehen. Gefühlserfahrungen während der Schwangerschaft, sowohl positive wie auch negative, werden im Gehirn als emotionale Muster abgelegt. Und vorgeburtliche Erfahrungen wirken auf den Charakter, auf Verhaltens- und Vermeidungsmuster, Selbstregulierung und auf das emotionale Gleichgewicht.

Das ungeborene Kind möchte anerkannt und gesehen werden. Und bekommt besonders in der Bindungsanalyse ganz viel Raum dafür.

Die Bindungsanalyse, die keine Psychotherapie ist, kann zu jeder Zeit der Schwangerschaft beginnen, idealerweise zwischen der 18. und 25. SSW, geht über 15 bis 20 Sitzungen, bis hin zur vorletzten Schwangerschaftswoche, wenn das Kind in der sogenannten Abschlussphase auf die Geburt, den Übergang in die äußere Welt, vorbereitet wird.

 

 

Diese vorgeburtliche Erlebnis- , Gefühls- und Wahrnehmungswelt des wachsenden Kindes ist für mich so wichtig, dass ich auf diesem  Gebiet weiter forsche, mich weiterbilde und in meine ganze Arbeit der Geburtsvorbereitung einfließen lasse. 

Vorgeburtlicher Mutter-Kind-Dialog

B I N D U N G S A N A L Y S E

Förderung der vorgeburtlichen Mutter-Kind-Bindung